Bericht: SK Hynix verhandelt mit Intel über erste Speicherchip-Produktion in den USA

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SK Hynix verhandelt einem Bericht zufolge mit Intel über die erstmalige Produktion von Speicherchips in den USA, konkret im Intel-Werk in Ohio. Mögliche Optionen sind die Anmietung von Produktionskapazitäten oder ein Joint Venture mit Intel und Cloud-Computing-Unternehmen. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium; die größte Unwägbarkeit ist die Zustimmung der südkoreanischen Regierung. Kommt eine Einigung zustande, wäre dies sowohl für das unter Druck stehende Intel als auch für die Localisierungsstrategie der Trump-Regierung positiv.

Laut einem Reuters-Bericht vom 16. September verhandelt der südkoreanische Halbleiterriese SK Hynix nach Angaben von drei informierten Personen mit Intel über eine Zusammenarbeit, um erstmals Speicherchips in den USA zu produzieren. Im Fokus der Gespräche steht das Intel-Werk in Ohio.

Derzeit gibt es zwei Optionen:

Option 1: SK Hynix mietet einen Teil der Kapazitäten des Intel-Werks in Ohio und produziert dort direkt Speicherchips.

Option 2: SK Hynix gründet gemeinsam mit Intel und großen Cloud-Computing-Anbietern ein Joint Venture. Die Motivation der Cloud-Anbieter ist klar: Sie wollen sich dringend die Versorgung mit Speicherchips sichern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage durch KI und Rechenzentren, die zu einem erheblichen Mangel an Speicherchips geführt hat.

Welche Art von Chips konkret produziert werden soll, ist dem Bericht zufolge noch nicht bekannt. Das Produktportfolio von SK Hynix umfasst DRAM-Chips für Server, PCs und Smartphones, NAND-Flash-Chips für Langzeitspeicherung sowie High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Prozessoren – bei HBM ist SK Hynix weltweit führender Anbieter.

Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium. Die informierten Personen betonen, dass „noch keine Entscheidung getroffen wurde“ und verschiedene Kooperationsstrukturen denkbar sind. Nach Bekanntwerden der Nachricht stiegen die Aktien von Intel und SK Hynix im US-Nachthandel um mehr als 2 %.

 

Was das für Intel und die Trump-Regierung bedeutet

Der mögliche Deal hätte für beide Seiten, die dringend positive Nachrichten benötigen, unmittelbaren Wert.

Für Intel, das seit Jahren unter Druck steht, würde eine Beteiligung von SK Hynix dem Projekt in Ohio externe Unterstützung verschaffen und die Unsicherheit über den Bau verringern.

Für die Trump-Regierung, die Chipunternehmen zum Bau von Werken in den USA drängt, wäre eine Produktion von SK Hynix in den USA ein symbolträchtiger Erfolg dieser Politik.

Allerdings könnte der mögliche Widerstand der südkoreanischen Regierung das größte Hindernis für den Deal sein, so die informierten Personen.

Diese Sorge ist nicht unbegründet. Die südkoreanische Regierung ist traditionell sehr wachsam, wenn es um den Abfluss von Kerntechnologien im Halbleiterbereich geht. Die Speicherchip-Fertigungskompetenz von SK Hynix – insbesondere die HBM-Technologie – gilt als strategisch sensibel. Ob Seoul die Genehmigung erteilt, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die Gespräche zu einem Abschluss führen.

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